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Christian Friedrich Hebbel
Hebbel gilt als der einzige bedeutende deutsche Dramatiker des bürgerlichen Realismus.
Christian Friedrich Hebbel wurde am 18. März 1813 in Wesselburen an der Nordseeküste als Sohn eines Maurers geboren. Er wächst in ärmlichen Verhältnissen auf.
Nach der Volksschule musste er zusammen mit seinem Vater als Maurer arbeiten, war aber für diese körperliche Arbeit zu schwach.
Nach dem Tod seines Vaters beginnt er eine Boten- und Schreibertätigkeit beim Kirchenspielvogt in Wesselburen.
werden sogar einige seiner Lieder und Balladen veröffentlicht.
Mit 22 flieht er nach Hamburg und lernt dort die um 8 Jahre ältere Schneiderin Elise Lensing kennen, mit welcher er eine jahrelange Liebschaft beginnt.
Von ihr stammen auch seine beiden unehelichen Söhne Max und Ernst.
beginnt er ein Studium der Rechtswissenschaften, Geschichte, Philosophie und Literatur in Heidelberg, welches er später in München fortsetzt.
Finanziell unterstützt wird er von Elise.
Rund vier Jahre bleibt er bei Elise, in dieser Zeit (1840-1841) entstehen seine ersten Dramen, wie z.B. die biblische Tragödie „Judith“, das Schauspiel „Genoveva“ und „Der Diamant“.
fährt Hebbel nach Kopenhagen und erhält ein Reisestipendium von Christian VIII von Dänemark (dänischer König und Herzog von Schleswig-Holstein).
Daraufhin fährt er nach Paris und Italien.
In dieser Zeit schreibt er auch das Drama „Maria Magdalena“, das dann 1843 veröffentlicht wird.
Das Werk ist dem dänischen König gewidmet.
Dieses Werk stößt wie erwähnt beim Publikum auf Bedenken.
zieht Hebbel nach Wien. Den Kontakt zu Elise bricht er ab, da sie auf Heirat drängt.
Er lernte die Schauspielerin Christine Enghaus kennen.
heiratete er Christine Enghaus. Die Hochzeit verschafft Hebbel endlich materielle Sicherheit.
Von nun an geht es aufwärts.
schließt er z.B. das „Trauerspiel von Sizilien“ und „Julia“ ab.
Es wird auch seine Tochter Titi geboren.
engagiert sich Hebbel politisch für den „großdeutschen Gedanken“.
Er stellt sich als Kandidat für die Frankfurter Nationalversammlung auf, doch verliert die Wahl.
Er schreibt das Schauspiel „Herodes und Mariamne“.
folgt das Schauspiel „Der Rubin“.
Er beginnt die Arbeiten für „Moloch“, die er allerdings nie beendet hat.
schreibt er „Agnes Bernauer“.
folgten noch „Gyges und sein Ring“
die „Nibelungen-Trilogie“.
Dies ist Hebbels letztes dramatisches Werk, welches er trotz zunehmender gesundheitlicher Probleme nach fünf Jahren fertig
stellt.
liegt die „Nibelungen-Trilogie“ fertig vor.
Erhält er den Berliner Schillerpreis.
stirbt Hebbel im Alter von erst 50 Jahren an seiner Krankheit und wird auf dem Matzleinsdorfer Friedhof in Wien begraben.
Seine wichtigsten Werke:
Dramen:
· Judith
· Genoveva
· Maria Magdalene
· Herodes und Mariamne
· Der Rubin
· Agnes Bernauer
· Gyges und sein Ring
· Der Gehörnte Siegfried
· Siegfrieds Rache
· Kriemhilds Tod
· Demetrius
Novelle:
· Die Kuh
Epos:
· Mutter und Kind
Obwohl Hebbels bürgerliches Trauerspiel nahezu ein dreiviertel Jahrhundert später erscheint als „Die Kindermörderin“, hat das Thema auch im Jahre 1844 nichts von seiner großen Konfliktträchtigkeit und schockierende Wirkung eingebüßt.
Das Drama „Maria Magdalena“ kann man mit anderen deutschen Kindesmordtragödien vergleichen, nämlich mit:
„Die Kindermörderin“ von Heinrich Leopold Wagner
„Faust“ (Gretchentragödie) von Johann Wolfgang von Goethe und
„Rose Bernd“ von Gerhart Hauptmann
Reclam: Friedrich Hebbel – „Maria Magdalena“
Reclam: Erläuterungen und Dokumente
Bange: Königs Erläuterungen und Materialien
Mentor: Lektüre Durchblick
Georg Pilz: Deutsche Kindesmord-Tragödien
Internet: über Friedrich Hebbel
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